Chamber Orchestra of Europe
Bregenzer Meisterkonzerte
Montag, 22.05.2017 19:30
 
 

Piotr Anderszewski, Klavier und Leitung
Béla Bartók – Divertimento für Streichorchester


Wolfgang Amadeus Mozart – Klavierkonzert Nr. 24 c-Moll KV491
Leós Janáček – Mládí (Bläsersextett)
Ludwig van Beethoven – Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op.15

Das Chamber Orchestra of Europe (COE) wurde im Jahr 1981 von einer Gruppe junger Musikerinnen und Musiker gegründet, die sich im European Union Youth Orchestra kennengelernt hatten. Heute umfasst die Stammbesetzung rund 60 Mitglieder: Sie vereint Solisten und Stimmführer internationaler Klangkörper, renommierte Kammermusiker und Musikprofessoren. Von Beginn an prägte die Kooperation mit bedeutenden Dirigenten und Solisten das Profil. In den ersten Jahren war vor allem Claudio Abbado ein wichtiger Mentor: Er präsentierte mit dem COE auch szenische Werke wie Rossinis Il viaggio a Reims und Il barbiere di Siviglia oder Mozarts Figaro und Don Giovanni; hinzu kamen zahlreiche Konzerte insbesondere mit Werken von Schubert und Brahms. Mit Aufführungen und der Einspielung aller Beethoven-Sinfonien sowie durch Opernproduktionen bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und der styriarte setzte auch Nikolaus Harnoncourt Akzente. In der Saison 2015/16 arbeitete das COE u. a. mit Vladimir Jurowski, Leonidas Kavakos, Sir Antonio Pappano, Sir András Schiff und Robin Ticciati zusammen. Unter der Leitung von Yannick Nézet-Seguin musizierte es im Juli 2016 zur Eröffnung der Salzburger Festspiele Haydns Schöpfung. Ein Stammgast am Pult des COE ist Bernard Haitink, mit dem das Orchester bei LUCERNE FESTIVAL die Sinfonien und Konzerte von Beethoven, Brahms und Schumann interpretiert hat; im Herbst 2015 standen mit Haitink Gastspiele in Amsterdam, Lugano und Wien auf dem Programm. Mehr als 250 Werke hat das Chamber Orchestra of Europe aufgenommen; seine CDs wurde 60 internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der «Grammy», der «Record of the Year»-Award von Gramophone und der MIDEM «Classical Download Award». Zuletzt erschien Mozarts Entführung aus dem Serail, dirigiert von Yannick Nézet-Séguin.

Piotr Anderszewski gehört zu den prominentesten Pianisten seiner Generation und ist in allen großen Konzertsälen dieser Welt regelmäßig zu Gast, ob als Rezitalist oder als Solist mit Orchester, u.a. mit den Berliner Philharmonikern, den Symphony Orchestra von Chicago und London, dem Philadelphia Orchestra und dem Königlichen Concertgebouw Orchester, oder als „Play-Lead“ u. a. mit dem Scottish Chamber Orchestra, Sinfonia Varsovia und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Er ist ebenfalls mit Rezitalen in der Londoner Barbican Centre und Royal Festival Hall, im Wiener Konzerthaus, in der Carnegie Hall in New York und im Mariinsky Theater in Saint Petersburg zu hören. Piotr Anderszewskis hat eine beeindruckende Reihe von CDs eingespielt, allesamt vielfach ausgezeichnet: Beethovens Diabelli-Variationen, die den Choc du Monde de la Musique sowie ECHO Klassik erhielt; die Grammy-Award-nominierten Bach-Partiten 1, 3 und 6; eine hoch gelobte Aufnahme mit Werken seines Landmannes Szymanowski, die 2006 mit dem Classic FM Grammophone Award als beste Instrumental-CD ausgezeichnet wurde. Seine CD mit Solo-Werken von Robert Schumann erhielt 2011 den ECHO Klassik und 2012 zwei BBC Music Magazine Awards, darunter den der „Einspielung des Jahres“. Seine jüngste Aufnahme der Englischen Suiten 1, 3 und 5 von Bach wurde ebenfalls von der Kritik sehr gut aufgenommen: 2015 erhielt diese Aufnahme sowohl den Gramophone Award als beste instrumentale CD als auch den ECHO Klassik. In der Saison 2015/16 konzertiert Piotr Anderszewski als Solist u.a. mit den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen-Rundfunks und der Tschechischen Philharmonie. Außerdem wird er mit der Camerata Salzburg und mit dem Lausanne Chamber Orchestra und dem Chamber Orchestra of Europe in Österreich zu hören sein.